| 07.02.2006, Maintaler Tagesanzeiger / pp/dm |
Zu einem Informationsbesuch waren kürzlich Vertreter der Maintaler CDU in die Kindertagesstätte Abenteuerland im Brüder-Schönfeld-Haus in Dörnigheim zu Gast. Die Einrichtung wird ehrenamtlich vom Eltern-Kind-Verein Dörnigheim betrieben und von der Stadt Maintal finanziell unterstützt.
„Grund unseres Interesses ist die Absicht des Vereins, im Herbst eine Gruppe für Kinder im Alter von 18 Monaten bis 3 Jahren zu eröffnen„, erläutert CDU-Stadtverbandsvor-sitzende Angelika Feuerbach. „Wir wollen die außerhäusliche Betreuung der Kinder dieser Altersgruppe allerdings nicht zur Regel machen„, betonen die Christdemokraten. Es gebe aber immer wieder Situationen, in denen ein Betreuungsangebot auch für Kinder unter drei Jahren nötig und sinnvoll sei. Daher werde die CDU solche Projekte unterstützen. Im Gespräch mit Vorstandsmitglied Andrea Dreger und der pädagogischen Leiterin der Einrichtung, Andrea Büchner, erfuhren die Christdemokraten, dass der Verein über eine langjährige Erfahrung in der Betreuung von Kleinkindern verfügt. In den Krabbelgruppen treffen sich junge Eltern mit ihren Kindern, in den beiden Miniclubs bleiben die zweijährigen Kinder schon einige Stunden ohne Eltern in der Obhut einer Erzieherin und einer Mutter.
„Diese Elterninitiative war der Vorläufer für unseren Kindergarten„, erläutert Vorstandsmitglied Andrea Dreger. 40 Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren besuchen jetzt die Kindertagesstätte Abenteuerland, die in altersgemischten Gruppen organisiert ist. Für die Schulkinder steht ein eigener Raum für die Erledigung der Hausaufgaben zur Verfügung. Wie Erzieherin Andrea Büchner erläutert, besteht ein enger Kontakt zur benachbarten Werner-von-Siemens-Schule. Die Besucher, zu denen die beiden stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Aniello Ambrosio und Aribert Wend gehörten, erfuhren, dass soziales Verhalten und die Vermittlung von Werten ein wichtiges pädagogisches Anliegen des Vereins ist. Eine Kinderversammlung gehört ebenso zum Wochenablauf wie ein Naturtag. Ältere Kinder übernehmen sogenannte Patenschaften für jüngere.
Die Eltern werden nicht nur ausführlich über das Geschehen im Kindergarten informiert, sie müssen auch durch das Ableisten von Arbeitsstunden ihren Beitrag leisten. „Da müssen Fenster geputzt, kleinere Reparaturen ausgeführt oder Einkäufe getätigt werden„, erläutert Vorstandsmitglied Andrea Dreger den Tätigkeitsbereich der Eltern. Viel Zeit werde im Augenblick auch in die Vorbereitungen zur Feier des 10-jährigen Bestehens des Kindergartens investiert.
Daneben laufen die Vorbereitungen für die Erweiterung der Einrichtung. „Wir sind sehr daran interessiert, unsere Gruppe für Kinder unter drei Jahren im September zu eröffnen„, betont Andrea Dreger. Die Möglichkeit zur räumlichen Erweiterung bestehe im Haus, die entsprechenden Vorbereitungen seien getroffen. Nun müsse die Finanzierung noch geregelt werden. „Oft müssen dreijährige Kinder warten, bis durch Schulabgänger ein Platz frei wird„, erfahren die Christdemokraten. Durch die Aufnahme jüngerer Kinder werde hier eine Lücke geschlossen. „Es ist eine Bereicherung für unsere Stadt, dass es durch den ehrenamtlichen Einsatz von Eltern eine Vielfalt von Betreuungseinrichtungen in Maintal gibt„, so die Christdemokraten am Ende des Besuchs.