Komm mit ins Abenteuerland

Kindertagesstätte feiert zehnten Geburtstag - Fröhliches Fest in und um das Brüder-Schönfeld-Haus

03.04.2006, Maintaler Tagesanzeiger / cneingescannter Originalartikel pdf-download
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„Komm 'mit mir ins Abenteuerland” - dieses Lied klingt fast so, als hätte die deutsche Popgruppe „Pur” die gleichnamige Kindertagesstätte in Dörnigheim besucht und den Song extra für sie geschrieben. Denn am 1. April 1996 ging der Eltern-Kind-Verein Dornigheim das Abenteuer ein, eine eigene Tagesstätte für Kinder von drei bis 10 Jahren zu eröffnen. Den zehnten Geburtstag feierten nun Eltern, Erzieherinnen und Kinder mit einem Fest. Doch bevor die Spielgeräte auf dem Außengelände und das Buffet freigegeben wurden, gab es eine kurze, abwechslungsreiche Feierstunde. „Es ist hier zwar ziemlich eng, aber dafür umso gemütlicher„, begrüßte Andrea Dreger, Vorsitzende des Kita-Vorstandes, die Gäste im extra aufgestellten Festzelt. In ihrer Rede erinnerte sie daran, dass die Idee einer eigenen Kita schon vor rund 22 Jahren aufgekommen sei. Richtig mit der Planung begonnen, hätten die Eltern im Jahr 1995. Gespräche mit der Stadt, die Suche nach geeigneten Räumen, die Finanzierung des Projektes - „die Eltern der ersten Stunden haben viele Steine aus dem Weg geräumt.” Und das auch im Sinne des Wortes.

Denn bevor die Kita am 1. April 1996 ihre Pforten öffnete, mussten sie die ehemaligen Klassenräume im heutigen Bruder-Schönfeld-Haus - dem damaligen Atrium - kindgerecht umbauen. „Da sind so manche Schweißtropfen geflossen„, betonte Dreger und bedankte sich noch einmal ganz herzlich bei den Initiatoren der Kita, von denen einige bei der Feierstunde anwesend waren. Im Namen des Kreisausschusses überbrachte der Kreisbeigeordnete André Kavai Grüße und Glückwünsche -und einen gut gefüllten Briefumschlag. Kavai erinnerte noch einmal an die Eigeninitiative des Eltern-Kind-Vereins Dörnigheim, die zur damaligen Zeit und auch heute nicht selbstverständlich sei. Damals schon zukunftsweisend sei auch die Idee der altersgemischten Gruppen in der Einrichtung gewesen. „Deswegen hat der Main-Kinzig-Kreis gerne die Betriebserlaubnis gegeben, 36 Betreuungsplätze einzurichten.” Der Kreis werde solche Initiativen und Einrichtungen weiterhin unterstützen und damit zeigen, dass die „Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht nur Thema in Sonntagsreden ist”.

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Zehn Jahre Kita Abenteuerland, „das ist eine Erfolgsstory„, reihte sich Maintals Bürgermeister Erhard Rohrbach in die Gratulantenschar ein. Vor zehn Jahren hätte er sich nicht vorstellen können, dass das Brüder-Schönfeld-Haus, in dem die Kita untergebracht ist, zu einer Begegnungsstätte für Jung und Alt wird. Dazu habe auch der Trägerverein seinen Tell beigetragen, der „vorbildliche Arbeit leistet”. Die von der Stadt honoriert und - nicht nur - finanziell unterstützt werde. Pro Kind und Monat: seien das Kosten in Höhe von etwa 300 Euro. Das hört sich viel an, ist aber im Vergleich zu städtischen Betreuungseinrichtungen relativ preiswert„, betonte Rohrbach. Nicht nur deswegen habe er Interesse an einer weiteren guten Zusammenarbeit.

„So viele bekannte Gesichter aus vergangenen Zeiten", freute sich auch Kita-Leiterin Andrea Büchner in ihrer kurzen Ansprache. Auch sie erinnerte noch einmal an die Anfangszeiten, als die Einrichtung noch „einfach Kita des Eltern-Kind-Vereins" hieß. Mit „Abenteuerland" habe man sich dann bald einen Namen gegeben, der „symbolisch für das steht, was wir uns für die Kinder wünschen". Geborgenheit, Kontinuität, überschaubare Grenzen - eben „eine Insel, auf der sich die Kinder wohlfühlen" und ganz viele Abenteuer erleben können. Welche musikalischen Abenteuer die Kinder in den vergangenen zehn Jahren erlebt haben, zeigten sie bei einer Reise in die Vergangenheit: Vogelhochzeit, Indianertanz, Trolle und Elfen, aufgedrehtes Spielzeug oder der Regentropfentanz. Alles Aufführungen, die die Erzieherinnen im Laufe der Zeit mit den Kinder einstudiert und für die Geburtstagsfeier wieder auf die Bühne gebracht haben. Da kamen nicht nur bei den Eltern Erinnerungen hoch - sondern auch bei einigen Jugendlichen, die zur ersten Generation der Kita-Kinder gehörten und die nun bei dem einen oder anderen Lied fröhlich mitsangen.